Sonntag, 6. Juli 2014

Das geht doch nicht!: 007 im Untersuchungsausschuss

Die neue BND-Zentrale in Berlin
Es ist ja schon schlimm genug, dass unsere gesamte Kommunikation von den Leuten der NSA und deren Kumpanen abgehört wird. Dass dabei der BND fleißig mitmacht und der Generalbundesanwalt es nicht für nötig hält, Ermittlungen in mehr Fällen als nur in dem der Kanzlerin einzuleiten, das alles ist schon mehr als genug Stoff für zehn Folgen Das geht doch nicht!

Und jetzt auch noch der Untersuchungsausschuss...erst weigert man sich, den Kronzeugen im größten Spionageskandal aller Zeiten zu befragen, dann verbietet die Bundesregierung die Einsicht in wichtige Akten. Und jetzt wurde bekannt, dass der Ausschuss quasi unterwandert wurde von einem BND-Mitarbeiter, der seine Informationen gegen Geld an die Amerikaner weitergegeben haben soll. 
Ein Spion also. Ein Doppelagent genaugenommen. In guter alter 007-Manier. Bond wäre stolz gewesen.

Und wir haben den nächsten Skandal im Skandal.

Warum schaffen es die Vertreter des deutschen Volkes nicht, eine Untersuchung gegen die Amerikaner zu führen, ohne sogar dort von ihnen behelligt zu werden?
Wie kann es sein, dass der ein einfacher Mitarbeiter des BND unbehelligt an Akten kommt, die den Untersuchungsausschuss betreffen? Und wie kann er diese an die Amerikaner weitergeben, ohne dass es jemand merkt? Warum fliegt das alles erst auf, als er versucht, die Dokumente auch an die Russen zu verkaufen?
Hat man aus der Spionageaffähre überhaupt nichts gelernt?

Der Ausschuss sollte schnellstmöglich Aufklärung betreiben und dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Und dann seine Arbeit endlich fortsetzen.
Vielleicht ja auch mit Edward Snowden.


Genug aufgeregt. Ich frage mich nur noch, wann dieser Skandal wohl verfilmt wird...Daniel Craig wäre doch super als BND-Mitarbeiter...

Bildquelle:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0a/Bnd-gebaeude-berlin.jpg, nachbearbeitet
Simon - Pierre Krautkrämer
CC BY-SA 3.0

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