Wie gestern bekannt wurde, will die Bundesregierung durchsetzen, dass auch Hausbesitzer EEG-Umlage für Solaranlagen auf dem Dach zahlen sollen. Damit zerstört sich die Regierung die Energiewende noch weiter.
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| Solarpanele auf einem Hausdach |
Und dabei ist die Energiewende im Prinzip schon zerstört.
Es fehlen Leitungsnetze, der Bürger finanziert mit immer höheren Stromkosten die Industrie, die sich an den Kosten nicht beteiligen muss (oder zumindest deutlich weniger belastet wird) und währenddessen laufen die deutschen Braunkohlekraftwerke munter weiter und erhöhen damit den CO2-Ausstoß des Vorzeigestaates Deutschland, weil der Handel mit den Emissionszertifikaten nicht in den Griff zu bekommen ist.
Und nun sollen Hausbesitzer, die ihren Strom mit Solarenergie selbst erzeugen, mit der EEG-Umlage belastet werden, etwa 2,5 cent pro Kilowattstunde.
Das heißt, wer seinen Strom schon umweltfreundlich selbst erzeugt, muss dennoch dafür zahlen, dass Andere dies noch nicht tun. Nebenbei verliert die Installation von Solarpanelen auf dem hauseigenen Dach damit an Attraktivität, denn wer will schon (noch relativ) teure Solaranlagen auf seinem Dach haben, deren Förderung ohnehin gekürzt wurde, und dann noch dafür EEG-Umlage bezahlen?
Währenddessen bleiben natürlich zahlreiche Großverbraucher aus der Industrie von der EEG-Umlage ausgeschlossen. Wieder soll der "kleine Mann" die Zeche zahlen.
Die Energiewende war eine gute Idee. Aber sie scheint als Projekt zunehmend zu scheitern. Wir sind dabei, den nächsten Fehler zu begehen. Er sollte besser vermieden werden.
Bildquelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Solarmodul_Sonnenkollektor_01_KMJ.jpg, CC-Lizenz

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