Uli Hoeneß hat heute entschieden, gegen die gegen ihn verhängte Haftstrafe nun doch keine Revision einzulegen, bzw. diese zurückzuziehen und von allen Ämtern zurückzutreten. Für mich ein gutes Zeichen am Ende eines Prozesses, bei dem er sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat.
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| Uli Hoeneß 2013 |
Etwas überraschend kam die Meldung dann doch: Ulrich Hoeneß, Präsident des FC Bayern München und Vorsitzender des Aufsichtsrates der gleichnamigen AG, hat sich entschieden, von allen Ämtern zurückzutreten und seine dreieinhalbjährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung anzuerkennen und seine Revision zurückzuziehen. Damit endet der wohl aufsehenerregendste Steuersünderprozess der deutschen Geschichte.
Hoeneß begründet seinen Entschluss damit, die Strafe entspreche seinem "Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung"[1].
Und aus meiner Sicht ist dies ein Zeichen dafür, dass Hoeneß nun endlich die vollständige Tragweite seines Handelns erkannt hat und bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen.
Während des Prozesses und in dessen Vorfeld hatte der 62-Jährige nämlich für mich nicht immer den Eindruck gemacht, er sei nähme die Vorwürfe gegen ihn ernst.
Angefangen mit seinem (vermutlich) übertriebenen Verhalten während der Jahreshauptversammlung des FC Bayern[2] über seine Darstellung als reiner Wohltäter (was ihm in Teilen natürlich nicht abzusprechen ist) und das häppchenweise nach-oben-Korrigieren seiner Steuerschulden bis hin zu seiner gestrigen Überraschung über seinen Schuldspruch, obwohl im Vorfeld immer deutlicher zu werden schien, dass ihn seine Selbstanzeige nicht retten kann.
Uli Hoeneß hat Steuern hinterzogen, ist bestraft worden und steht nun auch zu dieser Strafe. Damit verändert er sein durch den gesamten Prozess erheblich angekratztes Image wieder nach oben. Hoeneß nimmt die Haftstrafe sportlich, um es im Fußballerjargon auszudrücken.
Er bewahrt sich damit zumindest teilweise den Anspruch einer moralischen Instanz. Seine Taten ändert das natürlich nicht, aber die Tatsache, dass er nun zu seiner Schuld und der sich daraus ergebenden Strafe steht ist ein Zeichen. Ein gutes Zeichen. Hoeneß wirkt nun wieder deutlich souveräner und steht auch für das von ihm formulierte Rechtsverständnis ein.
Zum Abschluss seines Prozesses setzt er damit ein Ausrufezeichen und zeigt sich bemüht, vielleicht nun doch eine Art Vorbild zu sein.
Abschließend setzt er also wieder ein gutes Zeichen.
Anmerkungen:
[1] Wortlaut auf Spiegel Online, aufgerufen am 14.03.14 um 16:15: http://www.spiegel.de/sport/fussball/hoeness-verzichtet-auf-revision-a-958622.html
[2] Video von der Jahreshauptversammlung: https://www.youtube.com/watch?v=ZGD_7L5-ZRk
Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Uli_Hoene%C3%9F_2503.jpg ,nachbearbeitet
Zum Abschluss seines Prozesses setzt er damit ein Ausrufezeichen und zeigt sich bemüht, vielleicht nun doch eine Art Vorbild zu sein.
Abschließend setzt er also wieder ein gutes Zeichen.
Anmerkungen:
[1] Wortlaut auf Spiegel Online, aufgerufen am 14.03.14 um 16:15: http://www.spiegel.de/sport/fussball/hoeness-verzichtet-auf-revision-a-958622.html
[2] Video von der Jahreshauptversammlung: https://www.youtube.com/watch?v=ZGD_7L5-ZRk
Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Uli_Hoene%C3%9F_2503.jpg ,nachbearbeitet

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